Der Waschbär
Waschbären sind in Deutschland Neubürger. Die possierlichen Kleinbären entstammen ursprünglich dem nordamerikanischen Kontinent. Dort sind sie vom südlichen Kanada bis Panama in großer Zahl zu finden. Mittlerweile fühlen sich die Waschbären aber auch in Deutschland, insbesondere in Südniedersachsen zu Hause. Der Grund für die besondere Verbreitung in Niedersachsen ist in einer Auswilderungsaktion aus dem Jahre 1934 zu finden. Damals wurden Waschbären, als Pelzträger, vom Forstamt Vöhl am Edersee bewusst ausgesetzt. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit fühlen sich die Waschbären in ihrem neuen Habitat ausgesprochen wohl.
Possierliche Allesfresser mit der Zorro-Maske
Waschbären sind mit einem Gewicht von 4 – 10 kg und einer Körperlänge von 41 – 71 cm die größten Vertreter der Kleinbären. Die typischen Kennzeichen eines Waschbären sind seine Zorro-Maske und das besondere Wahrnehmungsvermögen seiner Vorderpfoten. Waschbären sind überwiegend nachtaktiv. Die neugierigen Allesfresser leben gerne in Mischwäldern und Laubwäldern, bevorzugt mit Gewässeranteil. Früher wurden Waschbären als Einzelgänger angesehen, aber mittlerweile weiß man, dass er zu einem geschlechtspezifischen Sozialverhalten fähig ist.
Waschbär Weibchen sind hervorragende Mütter.
Die Waschbär Welpen werden nach einer Tragzeit von ca. 65 Tagen geboren. Anschließend werden sie alleine von der Mutter großgezogen, bis sie im Herbst dann ihre eigenen Wege gehen. Während Waschbären in Gefangenschaft über 20 Jahre alt werden können, verkürzt sich ihre Lebenserwartung in der freien Natur auf ca. 1,8 – 3,1 Jahre. Dabei gehören Verkehrsunfälle und Bejagung zu den häufigsten Todesursachen.